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Gollmuthhausen

 

Evangelische Kirche

An der höchsten Stelle des Dorfes steht die 1819 an der Stelle eines Vorgängerbaus im Stil des Klassizismus errichtete Kirche. Der Königshöfer Baumeister Büttner entwarf unter Einbeziehung des alten Turmes einen rechteckigen Kirchenraum als eine Halle mit Brettertonne und vier Fenstern an der Südseite, in dem die protestantische Einheit von Altar (Liturgie und Abendmahl), Kanzel (Verkündigung) und Orgel (Musik) in räumlicher Anordnung über drei Ebenen in der Mittelachse des Gebäudes zum Ausdruck kommt. Das von zwei Säulen eingerahmte Eingangsportal an der Südseite erreicht man über eine breite Freitreppe. Die einfache Mensa, die aus dem Vorgängerbau stammen könnte, ist mit einem schön geschnitzten Aufsatz aus dem Jahr 1905 versehen, das ein von Weinlaub und Weintrauben umrahmtes Kruzifix trägt. Auf der zweiten Empore steht die Orgel, die schon in der früheren Kirche stand und 1819 renoviert und umgebaut wurde.

 

 

 

Höchheim

 

Evangelische Kirche

 

In das Gelände der ehemaligen Burg wurde 1714 unter Friedrich Caspar von Bibra an der Stelle einer Vorgängerkapelle die neue Kirche gebaut. Es handelt sich um eine lichtdurchflutete Chorturmkirche im einfachen protestantischen Barockstil. In auffallend kunstvollem Barockstil dagegen sind Altar und Kanzel ausgefallen. Der von Johannes Joseph Keßler geschaffene Altar zeigt die Kreuzesdarstellung nach dem Johannisevangelium mit – seitlich zwischen den Säulen – Maria, die Mutter Jesu, und Johannes, dem Lieblingsjünger Jesu. In der Bekrönung über dem Wappen der Freiherren von Bibra schaut Gott Vater aus einem Wolkennimbus auf den Betrachten herab. Auf der reich geschmückten Kanzel vom gleichen Künstler zeigt eine mit vier Viertelstundengläsern versehene Sanduhr dem Geistlichen, wie lange er noch zu predigen hat. Der Schalldeckel wird vom auferstandenen Christus gekrönt. Gegenüber befindet sich in einer separierten Empore mit bleiverglasten Schiebefenstern der Adelsstand. An allen Emporen kann man Bibelzitate lesen. An der Nordwand des Langhauses befindet sich neben dem Aufgang zur Kanzel das ebenfalls von Keßler stammende Epitaph des Erbauers, F. Caspar von Bibra, aus Sandstein gehauen.

 

 

Burggut (Neubau, Burg)    

 

Dieses alte Gebäude südlich der Kirche wird erstmals im Zusammenhang einer kriegerischen Auseinandersetzung zwischen dem Bischof von Würzburg, Otto von Lobdeburg, und dem Grafen von Henneberg, Poppo VII., im Jahre 1222 erwähnt. Der Graf hatte die zu Würzburg gehörige Stadt Meiningen überfallen und niedergebrannt, was der Bischof zum Anlass nahm in den hennebergischen Ländereien seinerseits zu wüte. In diesem Zusammenhang soll die Burg in Höchheim, die wohl damals bereits einige Zeit auf dem Buckel hatte, bis fast auf die Grundmauern zerstört worden sein. Sie wurde wohl wieder aufgebaut, was man heute noch am unterschiedlichen Mauerwerk sehen kann. Mit einigen Um- bzw. Anbauten aus späterer Zeit ist dieses Gebäude bis heute erhalten geblieben. Es musste im Laufe der Jahrhunderte verschiedenen Nutzungen über sich ergehen lassen. Unter anderem wurde es lange Zeit als Zehntscheune ge-(oder besser: miss-)braucht, bis der nachmalige Besitzer Freiherr von Bibra das Gebäude „aufließ“ (ein Gebäude auflassen = es nicht mehr besitzen wollen). Es stand jahrelang ohne Benutzung und begann zu verkommen. Als sich am südlichen Giebel erste Steine lösten, musste die Gemeinde gegen ihren Willen die Sicherungspflicht übernehmen und so wurde es mit großem finanziellem Aufwand restauriert und einer neuen Bestimmung übergeben. Nun war es für einige Jahre ein Wirtshaus, das aber wegen seiner Bauweise große Heiz- und Stromkosten verursachte, so dass am Ende kein Pächter mehr gefunden werden konnte. Zurzeit (2017) steht es deshalb wieder leer ohne Nutzung.

   

 

 

 

Irmelshausen

 

Evangelische Kirche „Jakobuskirche“

 

   

Das erste Gotteshaus in Irmelshausen war eine Kapelle, die in der Nähe der heutigen Kirche gestanden haben soll. Irmelshausen war zunächst Filiale der Mutterkirche in Mendhausen, wurde aber 1466 zur Pfarrei erhoben. Bischof Lorenz belehnte 1511 seinen Verwandten Valentin von Bibra mit dem Patronatsrecht. Bereits 1471 hatte Kardinal Legat Franz Piccolomini einen Ablass für den Neubau einer „ecclesia S. Jacobi“ genehmigt, welcher 1518 eingeweiht wurde, der Turm mit Platz für drei Glocken und einem Umgang mit Maßwerkbrüstung erst im Jahr 1575. Die Chorturmkirche ist unsymmetrisch angelegt, die Langhausachse steht nördlicher als die des Chorraumes. Der Turm besaß ursprünglich ein Satteldach, das aber im Jahr 1712 wegen Schadhaftigkeit abgerissen werden musste. Er bekam einen neuen Aufsatz mit einer doppelten welschen Haube „nach der neuesten Façon“ mit einer viereckigen Laterne. Dieses barocke Dach mit seinem enormen Gewicht sitzt nun seit dieser Zeit auf der inneren Wand des doppelten gotischen Mauerwerks des Turmes und drückt diese nach außen, was bei der laufenden Renovierung (2017) zu ganz erheblichen Kostensteigerungen führt. Das Innere der Kirche beherrschen zwei Baustile: gotisch ist das Gebäude und sind die sehenswerten steinernen Epitaphien im Langschiff, barock ist die übrige Ausstattung bis hin zu den Emporen.

Der gotische Taufstein aus massivem Sandstein stammt aus dem 16. Jahrhundert.

Der barocke Altar aus dem Jahr 1627 ist ein Blockaltar in allseitig geschlossener Form mit auskragender Mensa (Tischplatte).

Die Barockorgel stammt aus dem Jahr 1712 und ist ein Werk von Daniel Felix Streit, Bürger und Orgelbauer zu Kulmbach.

Das Geläut besteht aus drei Glocken: die große Glocke trägt die Jahreszahl 1705 und hat einen Durchmesser von 92 cm; die mittlere stammt aus dem Jahr 1767 und die kleine ersetzte 1950 zwei Vorgängerglocken.

Das Epitaph des Bernhard von Bibra und seiner Gemahlin Sybilla, geb. von Witzleben verdient eine besondere Erwähnung. Es befindet sich an der Nordwand des Chorraumes und stammt von dem fränkischen Schreiner und Bildschnitzer Georg Brenck, der zwischen 1590 und 1635 in Windsheim seine Werkstatt betrieb.

 

     

 

Das Wasserschloss, die „Veste Irmelshausen“

   


Das sehenswerte Schloss liegt am Südrand des Dorfes in einem See, der von einer Zwingeranlage mit Außenmauer und ursprünglich fünf Türmen umgeben ist. Es stellt im Grundriss ein unregelmäßiges Fünfeck dar, deren Gebäude sich um einen malerischen Innenhof gruppieren. Davon gehen die älteren Gebäudeteile (15.Jhdt.) auf der Nord- und Nordwestseite auf Valentin von Bibra zurück und werden deshalb der „Valentinsbau“ genannt, während die jüngeren (1556-1561) auf der Ost-, Süd- und Südwestseite auf Hans von Bibra zurückgehen und deshalb der „Hansenbau“ genannt werden.

Zwei adelige Familien teilen sich den Besitz und bewohnen auch Wohnungen in ihrem jeweiligen Teil. Da das Schloss ausschließlich privat genutzt wird, ist eine Besichtigung nur nach vorheriger Absprache und nur in Teilen möglich.

   
     
Das „Obere Schloss“    

In der Oberen Dorfstraße, die von Westen aufsteigend direkt auf die Kirche zu führt, steht ein großes Fachwerkgebäude, das 1707 von Georg Hartmann v. Bibra erbaut wurde. Der stattliche, in zwei Bauabschnitten erstellte Bau diente früher Angehörigen der adeligen Familie, aber auch anderen Personen, die mit der Familie oder dem Gutshof etwas zu tun hatten, als Wohnstätten.
   
     
Das Bibra-Denkmal    
Auf der Königshöfer Höhe südlich von Irmelshausen versteckt sich hinter südländischen Kiefern ein neugotisches Denkmal. Auf einem geschotterten Weg nähert man sich der Anpflanzung und erkennt beim Näherkommen über einem mehrstufigen Unterbau eine schlanke Fiale mit einer Kreuzblume als Abschluss. Dieses Denkmal soll an Alfred, Freiherr von Bibra, erinnern, der als königlich bayerischer Gesandter am italienischen Hof zu Rom in 1880 in Perugia/Italien gestorben war, aber in der Heimat nahe der Herkunft seiner Vorfahren seine Ruhestätte haben wollte.  

     

 

Badesee Irmelshausen

   

 

Nordöstlich von Irmelshausen liegt, hinter Bäumen und Büschen versteckt der Irmelshäuser Badesee. Auf dem über 5 ha großen Gelände befindet sich der 2 ha große See, der von einer Liegewiese und im weiteren von Zeltplatz und Stellplätzen für Campingwagen umgeben ist. Der See mit Nebengebäuden wurde 1976 bis 1977 unter Bürgermeister Werner Steinschauer gebaut. Zurzeit (2017) erfolgt eine grundlegende Ertüchtigung sowohl des Geländes als auch des Kioskgebäudes.

   
     

 

Rothausen

 

Evangelische Kirche

   

 

Die erste Kirche stammte wohl aus dem 15. Jhdt. Im Jahr 1608 erfolgte ein Neubau, der den Turmunterbau und die Sakristei des Vorgängerbaus mit einschloss. Dieses Gotteshaus brannte im 30-jährigen Krieg nieder, konnte aber bereits 1658 durch einen Wiederaufbau wiederhergestellt werden. Im flachgedeckten Langhaus mit drei Fensterachsen sind Portale in der Süd- und Westwand. Die auf drei Seiten umlaufende Empore steht auf Holzpfosten. Der barocke Altar trägt auf der Mensa eine Kreuzigungsgruppe im Aufsatz, die zwischen zwei gewundenen Säulen mit seitlichem Knorpelwerk steht. Der achteckige Taufstein aus dem Jahr 1658 zeigt im Umlauf biblische Szenen aus dem Alten und dem Neuen Testament. Bei der Renovierung 1976 wurde auf der Fläche über dem Bogen zum Chorraum ein Wandgemälde von 1658 freigelegt, das den auferstandenen Christus in der Mitte, links eine Engelschar und rechts den aufgerissenen Höllenrachen zeigt. Die zweimanualige Orgel ist ein Schmuckstück. Das Werk wurde 1867 von der Orgelbaufirma Schmidt und Möller aus Schmiedefeld in ein Barockgehäuse des Meisters Matthias Obermüller aus Meinigen gebaut.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 



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